Bei der Arbeit
- Guntram Fechtig
- 16. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Mit einem Wurstsemmel-Workflow, den selbst große Agenturen noch nicht verstanden haben.
Während andere Fotografen hektisch durch die Gegend rennen, Objektive wechseln, auf Displays starren und dabei aussehen, als würden sie gleich die NASA starten, stehe ich ganz ruhig da. Stabil. Gelassen. Mit Biss. Wortwörtlich.
Denn wahre Profis wissen:
Der perfekte Moment kommt nicht, wenn du ihm hinterher rennst.
Der kommt, wenn du ganz unschuldig wirkst… und zufällig gerade kaust.
Ja, ich weiß.
Von außen betrachtet sieht das eher nach Jausenpause aus als nach Arbeit.
Aber genau DAS ist der Trick.
Während ich scheinbar nur genüsslich an meiner Wurstsemmel arbeite, arbeitet mein Kopf auf Hochtouren:
Augen scannen die Szene.
Ohren filtern Gespräche.
Instinkt registriert jedes Lachen, jedes Zucken, jeden dieser kleinen echten Augenblicke, die man nicht planen kann.
Und genau dann passiert’s.
Zwischen zwei Bissen.
Zwischen Senf und Semmel.
Zwischen „Mmh lecker“ und „Oh — DAS war’s!“
Klick.
Der Moment ist im Kasten.
Die Leute denken weiterhin, ich sei nur zum Essen da.
Und ich lasse sie in dem Glauben.
Weil nichts ist gefährlicher für gestellte Situationen als ein Fotograf, der offensichtlich fotografiert.
Aber ein Fotograf mit Wurst im Mund?
Der wird unterschätzt. Und genau da liegt meine Superkraft.
Andere haben Tarnanzüge.
Ich hab Jause.
Andere arbeiten mit Konzept.
Ich arbeite mit Knusperstrategie.
Und wenn irgendwann jemand fragt, wie ich es schaffe, genau diese echten Augenblicke einzufangen, sage ich ganz trocken:
„Timing. Erfahrung.
… und a guate Wurstsemmel.“ 😌



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