Das kurze Leben!
- Guntram Fechtig
- 6. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
So ein Brautstrauß hat schon ein verdammt kurzes Berufsleben. 🤭
Am frühen Morgen steht irgendwo eine Floristin auf, trinkt wahrscheinlich ihren ersten Kaffee noch im Stehen und bindet mit ganz viel Liebe Blume für Blume zusammen. Jede Blüte sitzt perfekt. Jeder Halm hat seinen Platz. Der Strauß ist bereit für seinen großen Auftritt.
Dann kommt die Braut.
Den ganzen Tag wird der kleine Held herumgetragen. Er ist auf fast jedem Foto dabei, darf mit zum Ja-Wort, hört vermutlich mehr Liebeserklärungen als jeder Eheberater und wird ständig bewundert.
Er ist quasi der VIP des Tages.
Doch dann kommt der Abend…
Die Musik wird lauter. Die Stimmung lockerer. Irgendwer ruft: “Alle unverheirateten Frauen nach vorne!”
Und genau in diesem Moment dürfte sich der Brautstrauß denken:
“Moment mal… wir hatten doch so einen schönen Tag!” 😂
Keine Verabschiedung. Kein Danke. Keine Abschiedsrede.
Nein.
Er wird einfach mit voller Wucht rückwärts in eine Menschenmenge geschleudert, die plötzlich alle vergessen hat, dass hohe Absätze und elegante Kleider vielleicht nicht die beste Sportausrüstung sind. 🤪
Da wird gesprungen, gerempelt, gelacht und manchmal sogar ein kleiner Ellbogen ausgefahren. Alles nur für einen Blumenstrauß, der am Morgen noch geschniegelt und geschniegelt auf dem Tisch lag.
Und falls er den Flug tatsächlich überlebt, wartet oft schon die nächste Herausforderung: Zuhause in die Vase. Noch ein paar Tage tapfer durchhalten, bevor die Blüten langsam den Dienst quittieren.
Eigentlich hat so ein Brautstrauß das spannendste Leben von allen Hochzeitsgästen.
Er beginnt den Tag geschniegelt beim Floristen, steht mittags im Mittelpunkt einer Liebesgeschichte und endet den Abend als Wurfgeschoss. 🌸😂



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