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Gehört nicht zu meinem Job


Eigentlich war ich da, um Arbeit zu fotografieren.


Bilder, die man braucht. Bilder, die auf einer Liste stehen. Bilder mit Zweck.


Und dann passiert sowas.


Zwischen Pinseln, Farbe, Papier und all dem was erledigt werden musste, sitzt plötzlich das echte Leben mit am Tisch. Ganz still. Ganz nebenbei. Ohne Termin. Ohne Ansage.


Ricarda bei der Arbeit.


Die Kinder mittendrin.


Nicht störend. Nicht im Weg. Sondern genau dort, wo sie hingehören.


Und ich? Ich kann bei sowas nicht wegschauen.


Weil ich ganz genau weiß: Diese Momente fragt später keiner an. Niemand schreibt mir eine Nachricht und sagt: „Hast du zufällig auch dieses eine kleine Stück Alltag eingefangen, das damals keiner bemerkt hat?“


Aber Jahre später sind es oft genau diese Bilder, die alles bedeuten.


Nicht das perfekte Businessfoto.


Nicht das geplante Motiv.


Sondern der Augenblick dazwischen.


Der Moment, den niemand bestellt hat.


Den niemand brauchte.


Und den trotzdem plötzlich niemand mehr missen möchte.


Wenn ich ihn nicht mitgenommen hätte, wäre er einfach verschwunden.


So hat er jetzt die Chance, irgendwann ein Lächeln auszulösen.


An einer Wand zu landen.


Oder still daran zu erinnern, wie sich dieses Leben einmal angefühlt hat.


Und genau deswegen sammle ich alles.


Nicht nur Bilder.


Sondern das, was bleibt.

 
 
 

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