Ich und mein Monk
- Guntram Fechtig
- 5. Juni
- 1 Min. Lesezeit

Durfte da gestern noch ein paar Momente fĂŒr einen Musikverein sammeln đ
Eigentlich hatte ich einen ganz klaren Auftrag:
Gruppenbilder und Einzelfotos.
Klingt einfach.
Blöd nur, dass sich AuftrĂ€ge und mein innerer Monk ungefĂ€hr so gut verstehen wie ich und stillsitzen đ€Ł
Ich war nĂ€mlich etwas zu frĂŒh vor Ort. Und wĂ€hrend alle gemĂŒtlich Kaffee, Limonade und ein paar GesprĂ€che genossen haben, bin ich schon mit der Kamera herumgeschlichen.
Stand das in der Auftragsbeschreibung?
Nein đ«Ł
Hat mein Monk gesagt, dass ich trotzdem fotografieren muss?
NatĂŒrlich!
Und als wir dann bei der Location angekommen sind, wo die ganzen Gruppenbilder und Einzelfotos entstehen sollten, wurde es nicht besser.
Warten bis alle da sind?
GemĂŒtlich herumsitzen?
Vielleicht sogar mal nichts tun?
FĂŒr manche Menschen völlig normal.
FĂŒr mich offenbar unmöglich đ€Ș
Also habe ich auch dort weiter Momente gesammelt. Kleine Gesten, GesprÀche, Blicke und alles, was zwischen den eigentlichen Fotos passiert.
So wie dieses Bild.
Eigentlich weder Gruppenbild noch Einzelfoto.
Aber wenn wir beide jetzt einfach mal ein Auge zudrĂŒcken, könnte es vielleicht als kĂŒnstlerisches Gruppenbild durchgehen đ€
Und selbst wenn solche Bilder am Ende nie an einer Wand landen oder in einem Album auftauchen, kann ich sie einfach nicht liegen lassen.
Ich muss alles mitnehmen, was nebenbei passiert.
Oder besser gesagt:
Mein Monk zwingt mich dazu! đ€Łđž



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