Nichts…
- Guntram Fechtig
- 30. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Ich liebe ja genau diese großen, epischen Momente…
…die halt absolut niemand außer mir bemerkt 😂
Während andere Sonnenuntergänge jagen, steh ich da wie ein philosophischer Straßendetektiv und beobachte eine halbe Zigarette im Endstadium. Ganz großes Kino. Wirklich. Oscar-reif. Kategorie: „Beste Nebenrolle – Zigarette kurz vor dem Existenzende“ 🚬
Und dann stehst du da, Kamera in der Hand, und denkst dir:
Das ist es. Das ist Kunst.
Während alle anderen denken:
Warum fotografiert der Typ Müll?
Aber genau da liegt doch der Spaß 🤭
Nicht das Offensichtliche. Nicht das „Ohhh wie schön“ Instagram-Zeug. Sondern diese kleinen, fast schon beleidigend unspektakulären Momente.
Eine Hand.
Eine Zigarette.
Ein Spaziergang, den niemand gebucht hat.
Und irgendwo zwischen „eigentlich komplett egal“ und „warum fühlt sich das gerade wichtig an?“ passiert’s: Du drückst ab.
Und jetzt wird’s richtig gut.
Weil dieses Bild… wird erstmal nichts.
Kein Applaus.
Keine Likes, außer vielleicht von drei Leuten, die aus Versehen doppelt tippen.
Keine Galerie, die sagt: „Wow, das ist revolutionär!“
Nein. Das Ding verstaubt. Digital. Ganz still. Ganz unspektakulär.
Bis… irgendwann… in hundert Jahren (gefühlt).
Irgend so ein Mensch stolpert drüber.
Und plötzlich: BAM 💥
Kopfkino. Emotion. Bedeutung.
Und du sitzt irgendwo, alt, grau, vermutlich mit noch schlechterem Humor… und denkst dir:
„Siehst du… hab ich doch gesagt, das Ding knallt irgendwann.“ 😂
Das ist der Deal, den wir eingehen.
Nicht für den Applaus von heute.
Sondern für das „Alter… das fühlt sich irgendwie echt an“ von morgen.
Während alle den großen Moment suchen, sammel ich halt den Kram dazwischen.
Die Reste.
Die Pausen.
Die Zigarette nach dem Gespräch.
Und vielleicht… genau vielleicht…
war genau dieser eine Spaziergang mit mir am Ende doch nicht so sinnlos, wie er sich angefühlt hat 🫣



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