Portrait
- Guntram Fechtig
- 10. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Durfte da gestern ein paar Momente beim rock_am_kumma sammeln.
Und keine Angst đ
Da kommt die Tage noch noch mehr Material.
Aber dieses Portrait von Marc Amacher bekommt da nen kleinen Ehrenplatz.
Nicht wegen Ruhm.
Nicht wegen âooooh Promiâ.
Und auch nicht wegen irgendeinem KĂŒnstler-Gelaber, wo man plötzlich so tut, als hĂ€tte man gemeinsam den Sinn des Lebens entdeckt.
Nein nein đ€
Das Bild feier ich wegen diesem Moment.
Da fÀhrt dieser schwarze Van ganz langsam aufs GelÀnde.
Fenster unten.
LĂ€ssiger Blick.
Zigarette irgendwo halb im Gesicht.
Und plötzlich sah das Ganze aus, als wĂŒrde gleich entweder ein Rockkonzert starten⊠oder ein kleiner mafiöser Nebenjob.
Und ich steh da natĂŒrlich komplett professionell mit meiner Kamera.
Also auĂen professionell.
Innen drin sofort Kopfkino.
Weil ganz ehrlichâŠ
Der Mann ist nicht ausgestiegen wie normale Menschen.
Normale Menschen steigen aus einem Auto aus und schauen erstmal verwirrt, wo sie parken dĂŒrfen.
Der ist da reingefahren, als wĂŒrde ihm entweder das Festival gehören⊠oder mindestens drei offene Rechnungen auf dem GelĂ€nde existieren đ
Und genau deshalb mag ich das Bild so.
Nicht geschniegelt.
Nicht geschniegelt geschniegelt auf Hochglanz poliert.
Sondern einfach dieser rohe Moment.
Ein Typ im schwarzen Van.
Mit einer Ausstrahlung irgendwo zwischen:
âIch spiel euch jetzt Bluesâ
und
âFrag lieber nicht, was hinten im Auto liegt.â đ€



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