Zu viel Gedanken im Kopf
Man macht sich ja vorher so seine Gedanken…
Machen die kleinen überhaupt mit?
Hat der Papa überhaupt Lust auf mich und meine Kamera?
Wird die Oma Spaß an dem ganzen Käse haben?
Passt die Kleiderwahl?
Ist das Wohnzimmer aufgeräumt? 🫣
Und dann gibt es natürlich noch ungefähr 847 andere Dinge, die schiefgehen könnten. 😂
Dabei ist genau das der Punkt.
Es darf schiefgehen.
Denn wenn ich zu euch nach Hause komme, will ich nicht diese perfekte Familie fotografieren, bei der alle drei Sekunden gleichzeitig in meine Kamera schauen und aussehen, als hätten sie gerade einen Katalog gewonnen.
Ich will euer Chaos. 🤭
Das Kind hat keinen Bock?
Perfekt.
Papa braucht fünf Minuten länger auf dem Klo?
Auch eine Geschichte.
Irgendwer bekommt plötzlich Hunger?
Natürlich wird genau dann gegessen. 😂
Und wenn die große Schwester währenddessen auf der Küchenzeile sitzt und überlegt, welchen Blödsinn sie als Nächstes anstellen kann…
Dann fotografiere ich genau das.
Hier zum Beispiel:
Mutti macht Kaffee für mich. ☕️
Papa sorgt dafür, dass die kleine Maus wieder einen vollen Bauch bekommt.
Die große Schwester sitzt irgendwo herum und plant vermutlich bereits den nächsten Unsinn.
Und mittendrin sitze ich mit meiner Kamera und denke mir:
„Ja. Genau dafür bin ich eigentlich hier.“ 🥰
Denn das sind die Bilder, die du heute vielleicht einfach nur lustig findest.
Aber in zehn Jahren?
Dann schaust du dir das Bild an und erinnerst dich plötzlich wieder daran, wie eure Küche damals aussah.
Wie klein die Maus war.
Was die große damals für ein kleiner Wirbelwind war.
Und vielleicht sogar daran, dass dieser verrückte Fotograf damals tatsächlich bei euch saß und Kaffee getrunken hat. 😂
Ich will keine perfekte Geschichte erfinden.
Ich will eure fotografieren.
Mit allem, was dazugehört.
Mit Chaos, Hunger, Kaffee, Kindern, die keinen Bock haben…
und natürlich mit Papa, der mal wieder fünf Minuten länger auf dem Klo sitzt. 🤣



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