Mein Monk
- Guntram Fechtig
- 20. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Egal wo ich zu Besuch bin đ€
Die Geschichte beginnt bei mir nie dort, wo sie offiziell anfangen sollte.
Nicht im Stall.
Nicht beim âSo, wir wĂ€ren dann soweitâ.
Und ganz sicher nicht erst dann, wenn alles geschniegelt, geputzt und geschniegelt ist.
Nein.
Die Geschichte startet am Parkplatz.
Auto aus. TĂŒr auf. Kamera noch im Kofferraum.
Und zack â mein Kopf ist schon im Sammelmodus.
Licht. Stimmung. GerÀusche.
Ein tiefer Seufzer aus dem Stall, der klingt wie:
âNa super, jetzt ist er da.â
Ich kann da einfach nicht warten.
Nicht bis alle geschniegelt sind.
Nicht bis alles perfekt ist.
Mein innerer Monk steht schon mit Notizblock da und ruft:
âHALT! DAS zĂ€hlt auch!â
Also sammle ich.
Blicke.
Halbe Bewegungen.
Pferde, die mir sehr höflich â und sehr deutlich â zeigen, was sie von Fotografen halten.
Heunetze, die dramatischer hĂ€ngen als jedes BĂŒhnenbild.
Und Menschen, die glauben, sie wĂ€ren noch gar nicht âdranâ.
Unterm Strich đ€
Habe ich viel zu viele Momente.
Viel zu viele Bilder.
Und zuhause dann viel zu viele Entscheidungen.
Ich sitze da, starre auf den Bildschirm und denke mir:
âJa super. Genau DAS kann ich jetzt unmöglich löschen.â
Doch genau darin liegt das Besondere.
Du bekommst keine glatte Geschichte.
Du bekommst viele kleine.
Momente zwischen Ankommen und Losgehen.
Zwischen Chaos und Ruhe.
Zwischen âeigentlich war das gar nicht geplantâ und
âzum GlĂŒck war die Kamera schon anâ.
Und all das nur,
weil ich am Parkplatz einfach nicht stillstehen kann đ„ł



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